Initiative · Stand Juni 2026

Laden mit eigenem Hausstrom – für viele noch ungelöst

Millionen Haushalte parken im öffentlichen Straßenraum. Die Initiative GehwegLaden untersucht, unter welchen Voraussetzungen eine sichere und genehmigungsfähige Kabelführung möglich wäre.

Elektroauto am Straßenrand vor einem Wohnhaus mit Wallbox; dazwischen der öffentliche Gehweg.
Typische Ausgangslage: Wallbox am Haus, Fahrzeug am Straßenrand, öffentlicher Gehweg dazwischen.

Stand der Sache: Aktuell existiert in Deutschland weder ein genehmigtes Produkt noch ein offizielles Verfahren für eine Kabelführung durch den öffentlichen Gehweg. Ziel der Initiative ist die Klärung der rechtlichen und technischen Voraussetzungen.

Lösungsansätze im Vergleich

Drei Wege, das Kabel über den Gehweg zu führen

Ladekabel liegt offen über den Gehweg vom Haus zum parkenden Elektroauto.
Nicht zulässig

Offenes Ladekabel

Kabel wird quer über den Gehweg gelegt.

  • Stolpergefahr für Fußgänger
  • Im öffentlichen Raum nicht zulässig
  • Keine dauerhafte Lösung
Aufgesetzte schwarze Kabelbrücke deckt das Ladekabel auf dem Gehweg ab.
Übergangslösung

Mobile Kabelbrücke

Aufgesetzte Schwellenrampe deckt das Kabel ab.

  • Reduziert die Stolperkante
  • Hindernis bleibt bestehen
  • Nur temporär einsetzbar
  • Barrierefreiheit eingeschränkt
Bündig in den Gehweg eingelassene Kabelrinne führt das Ladekabel unter der Oberfläche zum Fahrzeug.
Gegenstand der Initiative

Integrierte Kabelrinne

Bündig im Gehweg eingelassene Führung für das Kabel.

  • Keine Stolperkante
  • Barrierefrei begehbar
  • Im Ausland bereits im Einsatz
  • In Deutschland nicht genehmigt
  • Rechtsrahmen offen

Behörden und Kommunen

Stand der Gespräche mit Verwaltungen

Dokumentierte Rückmeldungen aus dem schriftlichen Austausch mit deutschen und europäischen Verwaltungen. Die Angaben werden fortlaufend ergänzt.

  1. Mannheim

    Mai 2026

    Anfrage zur Kabelführung über den öffentlichen Gehweg wurde abgelehnt. Begründet wurde dies mit der Nutzung öffentlichen Raums und fehlenden rechtlichen Grundlagen.

  2. Heidelberg

    Juni 2026

    Die Anfrage wurde an die zuständigen Fachstellen weitergeleitet. Eine Prüfung der technischen und rechtlichen Voraussetzungen läuft.

  3. Freiburg i. Br.

    Juni 2026

    Schriftliche Anfrage gestellt. Eine Rückmeldung der Verwaltung steht noch aus.

  4. Praxisbeispiel Deutschland

    dokumentiert

    Mindestens eine deutsche Kommune hat bereits eine Kabelrinne für das Laden eines Elektrofahrzeugs über den Gehweg genehmigt. Die Umsetzung erfolgte unter Auflagen wie Kostenübernahme und Rückbauverpflichtung.

  5. Niederlande

    etabliert

    Mehrere niederländische Kommunen verfügen bereits über etablierte Verfahren zur Genehmigung von Kabelrinnen im öffentlichen Raum.

Erkenntnisse aus der laufenden Umfrage

Rückmeldungen von 25 betroffenen Eigentümern

Die Umfrage richtet sich an Eigentümer ohne eigenen Stellplatz. Die Stichprobe wächst kontinuierlich; die Ergebnisse werden im Original an kontaktierte Kommunen weitergegeben.

Erhebung
Online, Selbstauskunft
Stichprobe
n = 25, laufend
Zeitraum
seit 04/2026
Quelle
GehwegLaden
88 %

würden eine Gehweg-Ladelösung grundsätzlich nutzen

92 %

der Teilnehmenden sind Eigentümer

68 %

besitzen bereits ein Elektroauto

64 %

halten 500–1.000 € für realistisch

FAQ

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Laden mit eigenem Hausstrom ohne privaten Stellplatz.

Viele Hausbesitzer verfügen bereits über einen Stromanschluss, eine Wallbox oder eine Photovoltaikanlage. Eine sichere und barrierearme Kabelführung könnte es ermöglichen, vorhandene Infrastruktur zu nutzen, anstatt zusätzliche Ladepunkte aufzubauen. Gleichzeitig können Elektrofahrzeuge tagsüber überschüssigen Solarstrom aufnehmen.

Mitwirken

Kein Stellplatz, aber Wallbox oder PV vorhanden?

Sie haben einen Hausanschluss, eine Wallbox oder eine PV-Anlage – können Ihr Elektroauto am Straßenrand aber trotzdem nicht mit eigenem Strom laden?

Dann tragen Sie Ihren Fall ein. Die Angaben helfen dabei, den tatsächlichen Bedarf sichtbar zu machen. Teilnehmer erhalten Informationen über neue Pilotprojekte, kommunale Entscheidungen und mögliche Mitmachmöglichkeiten.

Mitmachen & informiert bleiben

Bearbeitungszeit ca. 2 Minuten · Teilnahme unverbindlich